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Ratgeber 

Das Bewerbungsanschreiben

Zuletzt geprüft am · Keine Rechtsberatung

Auf ein gut eingestelltes Inserat kommen in gefragten Lagen Dutzende Anfragen, häufig innerhalb weniger Stunden. Dein Anschreiben ist meist das Einzige, was ein Vermieter von dir liest, bevor er über eine Besichtigung entscheidet. Es muss nicht brillant sein, es muss drei Fragen beantworten und schnell da sein.

Die drei Fragen

Jede Vermieterin und jeder Vermieter liest dein Anschreiben mit denselben drei Fragen im Kopf: Wer bist du? Warum passt diese Wohnung zu dir? Und warum bist du unkompliziert? Alles, was keine dieser Fragen beantwortet, kannst du streichen.

  • Erster SatzBezieh dich konkret auf dieses Inserat: die Lage, den Schnitt, den Balkon. Keine Floskel, keine Anrede ohne Inhalt.
  • Zwei bis drei Sätze zu dirWas du machst, seit wann du in der Stadt bist oder wann du herziehst, und mit wem du einziehen würdest. Sachlich, ohne Lebensgeschichte.
  • Ein Satz zur SicherheitEin Hinweis, dass deine Unterlagen vorliegen oder gleich beigefügt sind. Das nimmt dem Vermieter die Hauptsorge ab.
  • Klarer SchlussDie Bitte um einen Besichtigungstermin und deine Erreichbarkeit. Wer keinen nächsten Schritt nennt, bekommt keinen.

Der Ton macht dabei mehr aus als die Länge: sachlich und freundlich, ohne Übertreibungen. Vermieter lesen viele Anschreiben. Wer konkret und ehrlich schreibt, fällt positiv auf.

Warum Tempo fast alles schlägt

In gefragten Lagen entscheidet sich innerhalb weniger Stunden, wer zur Besichtigung eingeladen wird. Ein sehr gutes Anschreiben, das zwei Tage später ankommt, verliert gegen ein gutes, das nach einer Stunde da war. Viele Vermieter hören schlicht auf zu lesen, sobald genug brauchbare Anfragen vorliegen.

Was das praktisch heißt

Schreib dein Grundgerüst einmal in Ruhe und leg es dir ab. Dann kostet dich eine neue Anfrage nur noch den ersten Satz und fünf Minuten. Wer bei jedem Inserat bei null anfängt, ist zu spät, egal wie gut der Text am Ende ist.

Bezug zum Ort zeigen

Viele Vermieter entscheiden sich für Anfragen, die erkennen lassen, dass die Wohnung wirklich gesucht wird und nicht als eine von vierzig angeschrieben wurde. Ein Satz reicht: warum dieser Stadtteil, warum diese Verbindung, warum jetzt.

Wenn du gezielt in einem Viertel suchst, hilft ein Blick auf die aktuellen Angebote und das Preisniveau dort. Unsere Stadtseiten für München, Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Bodensee oder Allgäu führen jeden Bezirk mit seinem Median je Quadratmeter auf. Damit weißt du, worüber du schreibst.

Unterlagen erwähnen oder mitschicken

Viele Vermieter und Verwaltungen erwarten Schufa-Auskunft, Einkommensnachweise und gegebenenfalls eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Du musst nicht alles mit der ersten Nachricht schicken, aber der Hinweis, dass es vollständig vorliegt, gehört hinein.

Wenn du aus einer anderen Stadt bewirbst, schick die Mappe lieber gleich mit: Du bekommst oft keine zweite Gelegenheit zum Nachreichen. Und wenn du noch kein festes Einkommen hast, steht unter Bürgschaft und Bonität, was du stattdessen vorlegen kannst.

Häufige Fehler

  • Die MassennachrichtEin Textbaustein, der auf jedes Inserat passt und darum auf keines. Vermieter erkennen das sofort. Ein einziger konkreter Satz macht den Unterschied.
  • Die LebensgeschichteDrei kurze Absätze reichen. Alles Weitere gehört ins Gespräch bei der Besichtigung.
  • Rechtschreibfehler im ersten SatzLies den Text einmal laut, bevor du absendest, oder lass ihn gegenlesen. Es dauert dreißig Sekunden.
  • Keine TelefonnummerWer schnell vergeben will, ruft an. Eine Nummer im Anschreiben ist manchmal der ganze Unterschied.

Dein Anschreiben schreibt sich fast von selbst

Wenn dein Such-Agent einen Treffer findet, bekommst du nicht nur den Link zum Original-Inserat, sondern einen Report mit Preis-Einordnung und einen Entwurf für dein Anschreiben, der auf dieses Inserat zugeschnitten ist.

Du liest ihn gegen, änderst jedes Wort, das dir nicht gefällt, und sendest ihn selbst ab. Wir verschicken nichts für dich. So bleibst du schnell, ohne zur Massennachricht zu werden.

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Was jetzt ansteht

Ein Punkt, der mit dem Einzug auf dich zukommt: der Schutz deiner Sachen.

Wir bekommen eine Provision, wenn du über diese Links abschließt. Für dich ändert das den Preis nicht, und welche Anbieter hier stehen, hängt nicht davon ab, wer am meisten zahlt.

Rechner, Werkzeuge und Vorlagen dazu

  • Werkzeug

    Anschreiben-Generator

    Wer du bist, was du suchst, warum diese Wohnung: aus wenigen Angaben entsteht ein kurzes, vollständiges Anschreiben zum Kopieren. Die Fassung je Inserat schreibt dein Such-Agent.

Begriffe aus dem Mietlexikon

Dazu passt

  • Die komplette Bewerbermappe

    Welche Unterlagen Vermieter erwarten, in welcher Reihenfolge sie in die Mappe gehören und wie du daraus ein PDF machst, das du in zwei Minuten verschicken kannst.

  • Die Besichtigungs-Checkliste

    Von der Vorbereitung über den Termin vor Ort bis zum Nachfassen: was du mitbringst, worauf du achtest und wie du danach im Gespräch bleibst.

  • Bürgschaft und Bonität ohne festes Einkommen

    Kein Gehaltsnachweis, kurze Schufa-Historie, BAföG statt Arbeitsvertrag: die häufigste Absage-Ursache bei jungen Suchenden, und was du stattdessen vorlegen kannst.