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Indexmiete

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Was Indexmiete bedeutet, wo der Begriff im Gesetz steht und was für dich als Mieterin oder Mieter daraus folgt.

Definition

Die Indexmiete ist eine Vereinbarung nach § 557b BGB, bei der sich die Miete an den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts koppelt. Die Miete muss jeweils mindestens ein Jahr unverändert bleiben, und der Vermieter muss jede Anpassung in Textform mit der Änderung des Index erklären.

Nach § 557b BGB müssen beide Seiten die Indexmiete schriftlich vereinbaren. Grundlage ist der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte. Die Anpassung tritt nicht automatisch ein: Der Vermieter muss dir in Textform mitteilen, wie sich der Index verändert hat und wie hoch die neue Miete ist; sie gilt ab dem übernächsten Monat nach Zugang. Sinkt der Index, kannst du umgekehrt eine Senkung verlangen. Eine Erhöhung nach § 558 BGB ist ausgeschlossen, eine Modernisierungsumlage nur möglich, wenn der Vermieter die Maßnahme nicht zu vertreten hatte.

Für dich ist die Indexmiete in Jahren mit niedriger Inflation günstig und in Jahren mit hoher Inflation teuer. Weil die Kappungsgrenze nicht gilt, kann die Miete in drei Jahren um deutlich mehr als 20 Prozent steigen, wenn die Preise so stark anziehen. Die Mietpreisbremse greift nur für die Ausgangsmiete beim Einzug (§ 557b Abs. 4 BGB), nicht für spätere Anpassungen. Rechne vor der Unterschrift durch, was fünf Prozent Inflation im Jahr für deine Miete bedeuten.

Prüf jede Anpassung nach: Der Vermieter darf nur die Veränderung seit der letzten Anpassung oder seit Vertragsbeginn ansetzen, nicht mehr. Die Indexwerte findest du beim Statistischen Bundesamt, das Verhältnis von neuem zu altem Indexstand ergibt den Faktor für die Miete. Fehlt in der Mitteilung die Angabe des Index oder der neue Betrag, ist die Erhöhung unwirksam, bis sie nachgeholt wird.

Der Begriff ist geklärt, die Wohnung noch nicht

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Quellen und Gesetzestexte

Wo der Begriff Folgen hat

  • Staffelmiete oder Indexmiete

    Beide Vertragsformen regeln die Mieterhöhung im Voraus, und beide haben Fallen. Wie sie funktionieren, welche Grenzen gelten, wann sie für dich günstiger sind und was das für die Kündigung bedeutet.

  • Mieterhöhung prüfen

    Nicht jede Erhöhung ist wirksam. Die drei Grenzen, die das Gesetz setzt, was Staffel- und Indexmiete anders macht und wie viel Zeit du für deine Antwort hast.

  • Mietvertrag und Kaution

    Was im Vertrag steht, welchen Rahmen das Gesetz für die Kaution setzt und warum das Übergabeprotokoll dich später schützt.

  • Modernisierungsmieterhöhung

    Neue Fenster, gedämmte Fassade, Aufzug: Der Vermieter darf einen Teil der Kosten auf die Miete umlegen, aber nicht alles und nicht unbegrenzt. Was umlagefähig ist, wo die Kappung liegt und wann du widersprechen kannst.

Siehe auch