Mietpreis-Check
Zuletzt geprüft am · Keine Rechtsberatung
Ob eine Kaltmiete viel oder wenig ist, hängt am Bezirk. Der Check stellt deinen Preis je Quadratmeter neben das, was dort gerade inseriert wird, mit der Zahl dahinter, damit du sie nachrechnen kannst. Nichts wird gespeichert.
Kurz gesagt
Werkzeug
Wähl Stadt und Bezirk, dann trag die Kaltmiete und die Wohnfläche aus dem Inserat oder dem Mietvertrag ein. Die Kaltmiete ist die Miete ohne Nebenkosten und ohne Heizung. Das Ergebnis steht sofort da, mit der Zahl, aus der es entstanden ist.
Nur Städte, für die wir gerade genug Inserate haben.
Nur Bezirke mit mindestens acht vergleichbaren Inseraten. Fehlt deiner, haben wir dort gerade zu wenige.
Die Miete ohne Nebenkosten und ohne Heizung, wie sie im Inserat oder im Mietvertrag als Kaltmiete steht. In Euro.
Die Wohnfläche aus dem Inserat oder dem Mietvertrag.
Wähl Stadt und Bezirk, dann trag Kaltmiete und Wohnfläche ein.
Was das Ergebnis ist und was nicht
Der übliche Preis je Quadratmeter stammt aus den Angebotspreisen, die dein Such-Agent auf Kleinanzeigen, ImmoScout24, Immowelt, immobilien.de und WG-Gesucht gesammelt hat. Es ist ein Vergleich mit anderen Inseraten, kein Rechtsanspruch: Ob eine Miete zulässig ist, entscheiden die gesetzlichen Vergleichswerte deiner Stadt, nicht die Inserate. Möblierte oder befristete Wohnungen sind nicht vergleichbar, weil in ihrem Preis mehr steckt als die Kaltmiete für Wohnraum. Wie die Zahl entsteht, steht unter So bewerten wir die Miete an jedem Treffer, was du bei einer laufenden Miete tun kannst, unter Mieterhöhung prüfen.
So rechnet der Check
- Dein Preis je m²Kaltmiete geteilt durch Wohnfläche. 780 € bei 52 m² sind 15,00 € je m². Warmmiete oder Nebenkosten gehören nicht hinein; wer sie mitrechnet, landet fast immer bei Teuer.
- Der übliche Preis im BezirkDer Median der Angebotspreise je Quadratmeter aller vergleichbaren Inserate, die wir in und um den Bezirk gesammelt haben. Der Median ist der Wert in der Mitte: Die Hälfte der Inserate verlangt mehr, die Hälfte weniger. Ein einzelnes Luxusinserat verschiebt ihn kaum, einen Durchschnitt schon.
- Mindestens acht InserateEin Bezirk kommt erst ins Select, wenn dort mindestens 8 vergleichbare Inserate liegen. Darunter ändert ein einzelnes neues Inserat die Stufe zu oft. Die Anzahl steht bei jedem Ergebnis dabei; bei neun ist die Einordnung wackliger als bei vierzig.
- Die drei StufenUm den Bezirkswert liegt eine Spanne von 20 Prozent nach unten und nach oben. Liegt dein Preis je Quadratmeter unter dem 0,8-Fachen des Bezirkswerts, heißt das Günstig; bis zum 1,2-Fachen Marktüblich; darüber Teuer. Bei einem Bezirkswert von 15 € je m² sind das: unter 12,00 € Günstig, 12,00 € bis 18,00 € Marktüblich, über 18,00 € Teuer. Dieselbe Regel steht an jedem Treffer deines Such-Agenten.
- Der Unterschied in EuroDein Preis je Quadratmeter minus Bezirkswert, einmal je Quadratmeter und einmal mal deine Wohnfläche für den Monat. Kein Prozentwert, weil der bei acht Vergleichsinseraten mehr Genauigkeit behaupten würde, als in der Zahl steckt.
- Was der Such-Agent anders machtAn jedem Treffer rechnet er den Bezirkswert zusätzlich für fünf Größenklassen um, weil kleine Wohnungen je Quadratmeter fast überall mehr kosten als große; ein 25-m²-Apartment vergleicht er mit anderen kleinen Wohnungen. Fehlen acht Inserate im Bezirk, nimmt er den Wert der ganzen Stadt und schreibt grobe Einordnung dazu. Der Check lässt beides weg, damit die Rechnung aus zwei Zahlen besteht, die du selbst nachvollziehen kannst.
- GrenzenDer Check nimmt nur Wohnflächen von 15 bis 250 m² und Kaltmieten von 300 bis 15.000 € an, dieselben Grenzen, die auch für die Vergleichsinserate gelten. Er sieht Angebotspreise, nicht Vertragsmieten; den Bezirk, nicht die Straße; und weder Ausstattung noch Baujahr noch Zustand. Eine sanierte Wohnung mit Balkon ist bei ihm Teuer, weil sie mehr kostet als unsanierte Inserate, nicht, weil sie überzogen wäre.
- Stand der ZahlenDie Bezirkswerte sind dieselben wie auf den Stadt- und Bezirksseiten und werden regelmäßig neu geladen; das Datum steht unter jedem Ergebnis. Ist gerade keine Stadt wählbar, sind die Zahlen kurzzeitig nicht abrufbar, und der Check sagt das, statt etwas zu erfinden.
Diese Einordnung an jedem Treffer
Du musst nicht jedes Inserat einzeln eintragen. Sag deinem Such-Agenten in einem Satz, was du suchst; er schaut auf Kleinanzeigen, ImmoScout24, Immowelt, immobilien.de und WG-Gesucht nach und schreibt dir, sobald ein passendes Inserat online geht. Neben jedem Treffer steht dann dieselbe Stufe wie hier, mit Bezirkswert, Anzahl der Inserate und Datum, in der E-Mail und in der Trefferliste.
Ob du dir die Wohnung leisten kannst, ist die andere Frage; dafür gibt es den Mietbelastungsrechner und den Artikel Wie viel Miete kann ich mir leisten.
Häufige Fragen
- Warum vergleicht der Check nicht mit den gesetzlichen Vergleichswerten meiner Stadt?
- Weil das eine andere Zahl ist. Die gesetzlichen Vergleichswerte deiner Stadt entstehen aus den Mieten bestehender Verträge der letzten sechs Jahre, nach Baujahr, Ausstattung und Lage, erstellt von der Gemeinde oder von Vermieter- und Mieterverbänden (§ 558 Abs. 2 und § 558c BGB). Der Check kennt nur die Angebotspreise aktueller Inserate aus fünf Portalen, also das, was Vermieter gerade verlangen, nicht das, was gezahlt wird. Angebotspreise liegen in gefragten Städten oft ein Viertel oder mehr über den Bestandsmieten. Marktüblich heißt deshalb: so viel wie die anderen Inserate. Es heißt nicht: so viel, wie erlaubt ist. Ob eine Miete rechtlich zulässig ist, klärst du mit den Vergleichswerten deiner Stadt und im Zweifel beim Mieterverein.
- Mein Ergebnis ist Teuer. Kann ich die Miete deshalb kürzen oder rügen?
- Nein. Die Stufe sagt, dass dein Preis je Quadratmeter mehr als 20 Prozent über dem liegt, was im Bezirk gerade inseriert wird. Sie sagt nichts über die Zulässigkeit der Miete, und eine Rüge nach § 556g BGB bezieht sich auf die gesetzlichen Vergleichswerte deiner Stadt, nicht auf einen Vergleich mit anderen Inseraten. Was du bei einer laufenden Miete tun kannst, steht im Artikel Mieterhöhung prüfen; vor einer Bewerbung ist die Stufe ein Grund, bei der Besichtigung genauer hinzusehen, mehr nicht.
- Warum nennt der Check keinen Prozentwert?
- Weil ein Prozentwert eine Genauigkeit vortäuschen würde, die ein Median aus wenigen Angebotspreisen nicht hat. Bei acht Vergleichsinseraten kann ein einzelnes neues Inserat den Bezirkswert um mehrere Prozent verschieben. Der Check zeigt stattdessen den Unterschied in Euro je Quadratmeter und im Monat: Das ist die Zahl, die du auf dem Konto spürst, und beide Quadratmeterpreise stehen daneben, falls du selbst rechnen willst.
- Warum fehlt mein Bezirk in der Liste?
- Weil wir dort gerade weniger als acht vergleichbare Inserate haben. Unter dieser Zahl kippt die Stufe zu oft, wenn ein einzelnes Inserat dazukommt oder wegfällt, deshalb nennen wir für den Bezirk lieber keinen Wert. Dein Such-Agent weicht in diesem Fall auf den Wert der ganzen Stadt aus und kennzeichnet das als grobe Einordnung; der Check tut das nicht, weil du hier den Bezirk bewusst wählst.
- Warum weicht die Stufe von der an meinem Treffer ab?
- Aus drei möglichen Gründen. Erstens rechnet dein Such-Agent den Bezirkswert für fünf Größenklassen um, weil kleine Wohnungen je Quadratmeter fast überall mehr kosten als große; der Check vergleicht ohne diese Korrektur, damit du die Rechnung mit zwei Zahlen nachvollziehen kannst. Zweitens trägt jede Einordnung ein Datum, und zwischen zwei Berechnungen kommen neue Inserate hinzu. Drittens ordnet der Such-Agent das Inserat über seine Postleitzahl einem Bezirk zu, du wählst ihn hier selbst. Bei einem Ein-Zimmer-Apartment ist der Unterschied am größten.
Quellen und Gesetzestexte
Artikel dazu
- So bewerten wir, ob eine Miete fair ist
Dein Such-Agent ordnet jeden Treffer als günstig, marktüblich oder teuer ein. Woher die Vergleichszahl kommt, warum es ein Median aus Inseraten ist und kein Mietspiegel, und wo die Grenzen der Einordnung liegen.
- Wie viel Miete kann ich mir leisten?
Die Faustregeln der Vermieter, die Rechnung aus deiner Sicht und ein Rechner, der beides zusammenbringt, bevor du dich auf Wohnungen bewirbst, die du nicht bekommst.
- Mieterhöhung prüfen
Nicht jede Erhöhung ist wirksam. Die drei Grenzen, die das Gesetz setzt, was Staffel- und Indexmiete anders macht und wie viel Zeit du für deine Antwort hast.
Weitere Rechner
- Mietbelastungsrechner
Wie viel Miete du dir leisten kannst: die 30-Prozent-Regel aus deiner Sicht und die Dreifach-Regel aus Sicht des Vermieters, live gegeneinander gerechnet.
- Kautionsrechner
Wie hoch die Kaution höchstens sein darf, in welchen Raten du sie zahlen kannst und was eine Bürgschaft im Vergleich kostet.
- Umzugskostenrechner
Kaution, Umzug, Erstausstattung, doppelte Miete: was am Einzugstag und in den ersten Wochen zusammenkommt, Posten für Posten.
- Nebenkosten-Check
Deine Nebenkosten je Quadratmeter und Monat gegen den bundesweiten Durchschnitt: ein schneller Hinweis, ob sich die Prüfung der Abrechnung lohnt.
- Kündigungsfrist-Rechner
Gib den Tag ein, an dem die Kündigung beim Vermieter ankommt, und du siehst, wann dein Mietverhältnis endet und bis wann du für dieses Ende hättest kündigen müssen.
- Besichtigungs-Checkliste zum Abhaken
Vor dem Termin, vor Ort, danach: alle Punkte zum Abhaken auf dem Handy, bleiben gespeichert, zum Drucken und Zurücksetzen. Nichts wird gesendet.
- Anschreiben-Generator
Wer du bist, was du suchst, warum diese Wohnung: aus wenigen Angaben entsteht ein kurzes, vollständiges Anschreiben zum Kopieren. Die Fassung je Inserat schreibt dein Such-Agent.
- Umzugsplaner mit Fristen
Einzugsdatum eingeben, und der Planer legt alle Termine davor und danach: Kündigungen, Anmeldung in der Zwei-Wochen-Frist, Strom, Internet, Nachsendeauftrag. Zum Abhaken und Drucken.
- Alle Rechner