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Nebenkosten-Check

Zuletzt geprüft am · Keine Rechtsberatung

Ob deine Nebenkosten hoch sind, sieht man nicht an der Summe, sondern am Wert je Quadratmeter und Monat. Der Rechner bildet ihn aus deiner Vorauszahlung oder deiner Abrechnung und stellt ihn neben den bundesweiten Durchschnitt. Nichts wird gespeichert.

Kurz gesagt

Teile deine Nebenkosten im Monat durch die Wohnfläche. Bundesweit liegen alle Betriebskosten zusammen, Heizung und Warmwasser eingeschlossen, in der Größenordnung von 2,50 bis 3,00 Euro je Quadratmeter und Monat (Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes, Stand 2026). Liegst du deutlich darüber, lohnt sich die Prüfung der Abrechnung; Einwendungen sind bis zwölf Monate nach Zugang möglich (§ 556 Abs. 3 BGB).

Rechner

Trag die Wohnfläche und entweder deine monatliche Vorauszahlung oder den Jahresbetrag aus der Abrechnung ein. Werden Heizung und Warmwasser getrennt abgerechnet, trag sie im dritten Feld ein, der Rechner zählt sie dazu.

Die Fläche aus dem Mietvertrag. Bei einer WG die Fläche der ganzen Wohnung, wenn du auch die Nebenkosten der ganzen Wohnung einträgst.

Die Abrechnung ist genauer: Sie zeigt, was die Wohnung wirklich gekostet hat. Die Vorauszahlung ist nur die Schätzung des Vermieters.

Der Betrag, der monatlich zur Kaltmiete dazukommt. In Euro.

Nur, wenn Heizung und Warmwasser nicht im Betrag oben stecken, etwa weil sie getrennt abgerechnet werden oder du direkt beim Versorger zahlst. Der Rechner zählt sie dazu.

Trag Wohnfläche und Betrag ein, dann rechnet der Rechner sofort.

So rechnet der Rechner

  • Der WertNebenkosten im Monat geteilt durch die Wohnfläche. Einen Jahresbetrag teilt der Rechner vorher durch zwölf. Getrennte Heizkosten zählt er dazu, damit der Wert mit dem Durchschnitt vergleichbar ist, der Heizung und Warmwasser enthält.
  • Der VergleichBundesweiter Durchschnitt aller Betriebskosten nach dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes, als Bandbreite von 2,50 bis 3,00 Euro je Quadratmeter und Monat, Stand 2026. Der Wert ist eine Orientierung, kein Grenzwert: Gebäude, Heizung und Gemeinde verschieben ihn nach oben und unten.
  • Drei StufenUnter der Bandbreite, in der Bandbreite, darüber. Bei einer Vorauszahlung unter dem Durchschnitt warnt der Rechner vor einer Nachzahlung; bei einem Wert darüber sagt er, dass sich die Prüfung der Abrechnung lohnt, und nennt die Frist dafür.
  • Was der Rechner nicht prüftOb die einzelnen Posten umlagefähig sind, ob der Verteilerschlüssel im Vertrag steht und eingehalten wird, ob die Heizkosten nach Verbrauch verteilt wurden (Heizkostenverordnung) und ob die Abrechnung rechtzeitig kam. Dafür gibt es die Anleitung zum Prüfen der Abrechnung.

Wann sich die Prüfung lohnt

Bei einem Wert über der Bandbreite, bei einer Nachzahlung von mehr als einer halben Monatsmiete oder wenn ein Posten von einem Jahr zum nächsten stark gestiegen ist. Wie du Posten für Posten vorgehst und was du dem Vermieter schreibst, steht im Artikel Nebenkostenabrechnung prüfen. Wie du die Heizkosten schon vor dem Einzug einschätzt, im Artikel Energieausweis lesen.

Beim nächsten Inserat gleich richtig rechnen

Die Warmmiete im Inserat ist Kaltmiete plus Vorauszahlung, und die Vorauszahlung sagt wenig. Wenn du die nächste Wohnung suchst, hilft dir der Wert je Quadratmeter beim Vergleich. Sag deinem Such-Agenten in einem Satz, was du suchst; er schreibt dir, sobald ein passendes Inserat online geht, und du prüfst die Nebenkosten mit diesem Rechner in einer Minute.

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Häufige Fragen

Was zählt zu den Nebenkosten?
Nur die Betriebskosten aus § 2 der Betriebskostenverordnung, wenn der Mietvertrag sie auf dich umlegt: Heizung und Warmwasser, Wasser und Abwasser, Müll, Hausreinigung, Gartenpflege, Aufzug, Hausmeister, Grundsteuer, Gebäudeversicherungen, Beleuchtung, Schornsteinfeger. Nicht umlagefähig sind Verwaltung, Reparaturen, Instandhaltung und Leerstand.
Vorauszahlung oder Abrechnung: was soll ich eingeben?
Die Abrechnung, wenn du eine hast: Sie zeigt, was die Wohnung wirklich gekostet hat. Die Vorauszahlung ist nur die Schätzung des Vermieters. Ist sie niedrig, heißt das nicht, dass die Wohnung günstig ist, sondern dass eine Nachzahlung kommen kann. Frag vor der Zusage nach der letzten Abrechnung.
Mein Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt. Ist die Abrechnung falsch?
Nicht unbedingt. Ein altes Gebäude, ein Aufzug, ein Hausmeister oder ein kalter Winter treiben die Kosten, ohne dass etwas falsch ist. Aber der Wert ist ein Grund, die Einzelposten anzuschauen: Fordere Belegeinsicht (§ 259 BGB) und prüfe, ob nur umlagefähige Kosten drinstehen und der Verteilerschlüssel stimmt.
Wie lange kann ich der Abrechnung widersprechen?
Einwendungen musst du dem Vermieter bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitteilen (§ 556 Abs. 3 Satz 5 BGB). Umgekehrt muss der Vermieter die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen, sonst darf er keine Nachzahlung mehr verlangen (§ 556 Abs. 3 Satz 3 BGB).
Woher kommt der Vergleichswert?
Aus dem Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes, der jedes Jahr die Betriebskosten aus tausenden Abrechnungen auswertet. Der Rechner nutzt den bundesweiten Durchschnitt aller Betriebskostenarten als Bandbreite von 2,50 bis 3,00 Euro, Stand 2026. Der Wert deiner Gemeinde und deines Gebäudetyps kann davon abweichen.

Quellen und Gesetzestexte

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